Aufklebbare Noppenplatten als Bodenindikatoren für Menschen mit Sehbehinderungen im Bereich Fußgängerüberwege Klinikum Bogenhausen / Arabellapark / Arabellastraße in einem Pilotprojekt – diesem Grünen-Antrag an das Mobilitätsreferat (MOR) stimmten die Mitglieder des Bezirksausschusses unlängst einstimmig zu. Pilotprojekt deshalb, weil Betonplatten mehr kosten.
In der Begründung des Ansinnens wird argumentiert: „Blindenleitsysteme sind taktile Bodenindikatoren, die es Blinden und Menschen mit Seheinschränkung ermöglichen, sich mit ihrem Blindenstock selbstständig im öffentlichen Verkehrsraum und Gebäuden zu bewegen.
Die Verlegung von aufklebbaren Noppenplatten an diesen Fußgängerüberwegen ist schneller umsetzbar und preiswerter als das Verlegen entsprechender Betonplatten. Die Noppenplatten werden auf dem vorhandenen Bodenbelag aufgeklebt und stellen aufgrund ihrer Beschaffenheit keine Stolpergefahr dar.
Mobilität ist ein Grundrecht. Doch für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit bergen unsere Straßen täglich unüberwindbare Hürden. Bisher sind diese Bodenindikatoren in unserem Stadtbezirk nur wenig bzw. nicht vorhanden. Barrierefreiheit darf kein lückenhaftes Privileg sein, sondern sollte flächendeckend im gesamten Straßenraum gelten.“

