Die bestehende Tempo-30-Zone in der Oberföhringer Straße soll um den circa 500 Meter langen Abschnitt zwischen dem Bürgerpark Oberföhring und der Pernerkreppe / Muspillistraße erweitert werden. Eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung ist an dieser Stelle dringend geboten. Ein kurzes Beschleunigen auf 50 km / h mit anschließendem abruptem Abbremsen ist weder verkehrssicher noch ökologisch sinnvoll.“ Diesem Bürgerantrag stimmten die Mitglieder des Bezirksausschusses unlängst einstimmig zu. Die Argumente des Anliegers:

► In dem Abschnitt verlaufen wichtige Schulwege sowie Zuwege zu mehreren Kindertagesstätten. Hervorzuheben ist das nahegelegene Gehörlosenzentrum München mit seinen Integrationseinrichtungen. Zudem befinden sich hier stark frequentierte Arztpraxen und Einkaufsmöglichkeiten. Das rückwärtige Ausparken aus den dortigen Stellplätzen führt in Kombination mit Tempo 50 regelmäßig zu kritischen Situationen.

► Ein massives Sicherheitsrisiko stellt zudem der fehlende Radweg dar. Zahlreiche Fahrradfahrer müssen sich die Fahrbahn mit dem Kraftverkehr teilen. Bei Tempo 50 führt dies regelmäßig zu gefährlichen Überholmanövern ohne den gesetzlichen Mindestabstand von 1,5 Metern oder zwingt Radfahrende regelwidrig auf die Gehwege, was wiederum Fußgänger / Schulkinder gefährdet.

► In dem Bereich verläuft eine Kurve, die die Gegenrichtung schwer einsehbar macht. Ein sicheres Befahren mit 50 km / h ist aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse nicht gewährleistet.

► Durch den hohen Durchgangsverkehr und das Beschleunigen der Fahrzeuge direkt vor den Wohn- und Schlafräumen der Anwohner entsteht eine erhebliche und unzumutbare Lärmbelastung.

► Ein ständiger Wechsel aus Beschleunigen und Abbremsen konterkariert die städtischen Bemühungen zur Reduzierung von CO2– und Feinstaubemissionen. Eine verstetigte Verkehrsführung bei Tempo 30 ist nachweislich energieeffizienter.

Auf dem etwa 500 Meter langen Abschnitt ab dem Bürgerpark Oberföhring bis zur Pernerkreppe / Muspillistraße soll statt Tempo 50 künftig Tempo 30 gelten. Diesem Bürgerantrag stimmten die Lokalpolitiker unisono zu.    Archivfoto: hgb