Ob dieses Schreibens staunten einige Mitglieder des Bezirksausschusses bei der vergangenen Tagung des Kommunalparlaments: „Mir ist aufgefallen, dass es im Bereich Mauerkircherstraße (Höhe Hausnummer 1 bis 9), rund um den Kufsteiner Platz sowie direkt an der Grünfläche beim Supermarkt zu einer anhaltenden, praktisch täglichen Verschmutzung kommt.“
Der Mann erklärte: „Offen gesagt finde ich das erstaunlich: Der Herzogpark zählt zu den wohlhabendsten Wohngegenden Deutschlands, die Mauerkircherstraße zu den teuersten Adressen des Landes – und trotzdem wirkt es hier streckenweise schmutziger als in der Schellingstraße nach einer durchzechten Nacht mit 500 Studierenden (ich habe selbst dort gewohnt) oder am Stachus nach einer wilden Wochenendnacht. Das passt für mich nicht zusammen.“
Und weiter: „In dem Jahr, seit ich hier lebe, habe ich genau einmal einen Straßenreinigungsdienst gesehen. In der Schelling- oder Ludwigstraße rückt dieser dagegen mehrmals pro Woche aus.“ Die >konkreten Bitten< des Manns:
► Prüfung, ob im Bereich ausreichend Mülleimer vorhanden und funktionstüchtig sind – insbesondere fehlt einer bei der Bank vor dem Geschäft für Tischkultur.
► Deutlich häufigere Straßenreinigung in diesem Abschnitt, vergleichbar mit der Frequenz in der Schelling- oder Ludwigstraße.
► Eine Aufforderung an die Leitung des Supermarkts, den eigenen Vorplatz und die angrenzende Grünfläche selbst sauber zu halten.
Da fragt man sich unwillkürlich: Strotzt der Umgebung der Mauerkircherstraße und das Areal rund um den Kufsteiner Platz vor Schmutz? Ist es am Stachus so dreckig wie der Bürger meint? Wie dem auch sei – die Lokalpolitiker leiteten das Schreiben mit Bitte um Antwort an den Antragsteller und an den Bezirksausschuss an das Baureferat / Gartenbau weiter zwecks Prüfung der Mülleimer auf Funktionsfähigkeit und Erläuterung zum Turnus der Straßenreinigung.

