Kinderbetreuung: Noch zu wenig Plätze

09. November 2016

Zahlen, Zahlen, Zahlen: Mit aktuellen Daten belegten Birgit Volk (SPD-Stadträtin) als Leiterin der Bogenhauser Bürgerversammlung und Bezirksausschuss-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser (Grüne) im Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium vor mehr als 500 Besuchern die Leistungen der Landeshauptstadt und die Fakten für den 13. Bezirk. Die Aspekte in Auszügen.

So liegt in Bogenhausen der Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung für ein- bis dreijährige Mädchen und Buben, die Krippenkinder, bei 55 Prozent; stadtweit sind es 64 Prozent. „Bis 2020 steigt dieser Wert in Bogenhausen auf 79 Prozent“, erläuterte Volk vor dem Hintergrund von „gesicherten Planungen“.

Bei der Kindergartenversorgung für Drei- bis Sechsjährige lauten die Werte 89 Prozent im „13er“ und 92 Prozent in der Stadt. In den kommenden vier Jahren soll der Versorgungsgrad 100 Ver­sorgungsgrad erreichen.

Die Versorgung mit ganztägigen Angeboten für Grundschulkinder sind mit 71 beziehungsweise 75 Prozent in Bogenhausen und in der Stadt nahezu identisch. Der Anteil an den städtischen Tagesheimen in Bogenhausen beträgt knapp 30 Prozent, bei den städtischen Horten sind’s fast 19 Prozent. Für gebundene Ganztagsklassen errechneten die Statistiker elf Prozent. Aber: Fast 29 Prozent sind „ohne Versorgung.“.

Stadträtin Birgit Volk (re.) leitete der Bogenhauser Bürgerversammlung und gab zusammen mit der Bezirksausschuss-Vorsitzenden Angelika Pilz-Strasser vor mehr als 500 Besuchern Einblicke in die Leistungen Münchens unter Berücksichtigung der Aspekte für den 13. Stadtbezirk.     Foto: hgb

Stadträtin Birgit Volk (re.) leitete der Bogenhauser Bürgerversammlung und gab zusammen mit der Bezirksausschuss-Vorsitzenden Angelika Pilz-Strasser vor mehr als 500 Besuchern Einblicke in die Leistungen Münchens unter Berücksichtigung der Aspekte für den 13. Stadtbezirk. Foto: hgb

Die neue dreizügige Grundschule mit Räumen für den Ganztagszug an der Ruth-Drexel-Straße im künftigen Viertel Prinz-Eugen-Park – Kosten rund 34 Millionen Euro, der Baubeginn war im März vergangenen Jahres – wird „pünktlich fertig gestellt bis zum Sommer 2017“, versicherte Volk. Und zum Neubau des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums im Klimapark am Salzsenderweg erklärte sie: „Im kommenden Frühjahr werden die Varianten an Hand der in Arbeit befindlichen Machbarkeits­studie vorgestellt.“

Der Haushalt 2016 der Stadt München hat ein Volumen von rund 6,8 Milliarden Euro. Wichtigste Einnahmequelle ist die Gewerbesteuer mit 2,5 Milliarden Euro, die Einkommensteuer beträgt knapp 1,1 Milliarden Euro, die Grundsteuer 316 Millionen Euro. „Die erfreuliche Entwicklung der vergange­nen Jahre wird vermutlich anhalten“, äußerte sich Volk optimistisch.

Bei den Verbindlichkeiten verzeichnet die Landeshauptstadt „eine deutliche Entschuldung seit dem Höchststand im Jahr 2005.“ Damals betrugen die Schulden fast 3,5 Milliarden Euro, für 2016 wurden 765 Millionen Euro berechnet. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger gab Volk mit 498 Euro an.

„Das sind erfreuliche Zahlen, wir stehen aber vor großen Herausforderungen bis ins Jahr 2030“, so die Stadträtin. So werden unter anderem fast fünf Milliarden Euro in den Bau von Schulen, von Straßen- und Brückenbauten, in den Ausbau des Nahverkehrs, in den Wohnungsbau und dide Kindertagesbetreuung investiert.

Zur Flüchtlingssituation in München: 2015 wurden 15 000 Personen registriert, bundesweit waren es fast eine Million. Derzeit laufen stadtweit für rund 12 000 Flüchtlinge die Asylverfahren.

Alexander MihatschKinderbetreuung: Noch zu wenig Plätze