Pyrsos: Was wird aus dem Vereinslokal?

25. Juni 2019

Das Entsetzen unter den Lokalpolitikern bei der Tagung des Untergremiums Planung und Tage danach im Kommunalparlament war allseits groß, als CSU-Fraktionssprecher Xaver Finkenzeller, zugleich Vorsitzender des SV Helios Daglfing, die Nachricht verkündete: Das Helios-Vereinslokal, die „Taverna Pyrsos“ an der Englschalkinger Straße, soll abgerissen werden. Ob’s dazu kommt, wie’s weitergeht – alles (noch) offen!

Finkenzeller kündigte zur Sache einen interfraktionellen Antrag für die Bezirksausschuss-Sitzung am 9. Juli an, der im zuvor anstehenden Planungsausschuss – die Tagung findet am Donnerstag, 4. Juli, 19.30 Uhr, Saal der SG Schützenlisel neben dem Pyrsos, statt – zusammen mit Pyrsos-Geschäftsführer Andreas Papadimitriu erörtert werden soll. Der Fraktionssprecher erklärte bei seiner Bekanntgabe der beabsichtigten Maßnahme: „Das Pyrsos ist eine Bereicherung, wir wollen es erhalten, wie es ist.“ Christiane Hacker (SPD) assistierte: „Einen Abriss dürfen wir nicht zulassen. Die Sportgaststätte ist doch sehr gut akzeptiert.“

Die beliebte griechische Taverne Pyrsos soll im Zug der Modernisierung der angrenzenden Bezirkssportanlage Westpreußenstraße abgerissen werden. Ob’s dazu kommt, ist noch fraglich. Die Mitglieder des Bezirksausschusses wollen das Vereinsrestaurant erhalten. Foto: hgb

Die Gaststätte samt Nebenzimmer, einst eine düstere, ja man kann das schon so sagen, verrauchte Kneipe, hatte Andreas Papadimitriu zusammen mit seinem Bruder Asimakis vor fünf Jahren übernommen und sie Schritt um Schritt, innen wie außen, zu einem gemütlichen, Lokal mit hellem Ambiente umgebaut. Die Wirte bieten die Speisen und Getränke zu zivilen Preisen an.

Vor kurzem war das ebenerdige, alte Gebäude von Vertretern der Stadt unter die Lupe genommen worden. Mängel waren laut Finkenzeller festgestellt worden. Anlass war für die Besichtigung ist die beabsichtigte Sanierung der angrenzenden Bezirkssportanlage Westpreußenstraße: neuer Kunst­rasenplatz, neuer Kunstrasen-Nebenplatz, neues Fuß- und Handballfeld, neue 400-Meter-Bahn – und eben eine neue Vereinsgaststätte.

Sämtliche Vorhaben muss natürlich der Stadtrat genehmigen. Erst dann könnte das zuständige Referat für Bildung und Sport (RBS) das Projekt anpacken, erste Vorbereitungen treffen. Laut einem Stadtteilvertreter könnten bei positivem Bescheid frühestens in vier Jahren die Bagger anrücken. Aber wie erwähnt – alles (noch) offen.

Alexander MihatschPyrsos: Was wird aus dem Vereinslokal?