Bürgermeistergarten: Innen hui, außen pfui

19. Mai 2021

Bürgermeistergarten: Innen hui, außen pfui

Risse, grau verdreckt, viele Meter dick mit Moos überzogen – so präsentiert sich die Mauer und der Zaun um den Bürgermeistergarten ent­lang der Händel- und Weberstraße. Den ver­gam­melten Zustand – innen ist alles gepflegt – hatte unlängst eine Anwohnerin im Bezirks­aus­schuss moniert. Wer ist für die Sanierung / Instandhaltung zuständig? Das wollten die Lokalpo­li­tiker von der Stadt wis­sen. Nun liegen die Antworten vor. Der Plural ver­deutlicht die Komplexität.

„Gemäß vertraglicher Regelung ist für die Gebäude und die Einfriedung der Freistaat Bayern zu­stän­­dig. Auf Anfrage wurde dem Baureferat / Gartenbau von der Nutzerin der Bürgermeister­villa, der Theaterakademie August Everding, geantwortet:

Die Immobilien Freistaat Bayern hat uns die Anfrage „Mauer Bürgermeistergarten“ zukommen las­sen. Unsere Stellungnahme (Anm. d. Red.: ungekürzter Originaltext in Amtsdeutsch) nach Abstim­mung mit dem Staatlichen Bauamt München:“

„Nach in Augenscheinnahme der gesamten Umfriedung des Bürgermeistergartens kann davon aus­­gegangen werden, dass derzeit keine akute Gefährdung für Passanten vorliegt. Ein Ange­bot zur Komplettsanierung der Umfriedung liegt dem Bauamt bereits vor und beläuft sich auf knapp 150 000 Euro. Auf Grund des erheblichen Kostenaufwands, der nicht aus den derzeitigen Bauunter­halts­­­mitteln bestritten werden kann, wird nun geprüft, ob eine Teilsanierung vereinzelt schadhafter Mauerkronen notwendig und wirtschaftlich umsetzbar wäre.“

 

Und weiter: „Die Komplettsanierung wird im bevorstehenden Baubedarfsnachweis für den Einzel­haushaltsplan 2022 als Kleine Baumaßnahme beim Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angemeldet. Wir hoffen, dass die erforderlichen Mittel dann bereitgestellt werden. Angesichts der aktuellen Haushaltstage im Freistaat ist es allerdings durchaus möglich, dass die Umsetzung der Komplettsanierung leider erst in den darauffolgenden Jahren möglich sein wird.“

Nun denn. Mal sehen, welches Ergebnis bei der Prüfung einer „Teilsanierung vereinzelt schad­hafter Mauerkronen“ herauskommt.

Rost, Risse, Schmierereien und Moss: Mauer und Zaun des Bürgermeistergartens entlang der Händel- und Weberstraße sind vergammelt. Ob’s zumindest zu einer Teilsanierung kommt – das wird noch geprüft. Fotos: ikb

Übrigens: Eine „akute Gefährdung für Passanten“ war nicht angeführt worden, vielmehr „Schäden an der Mauer“.

Fabian EwaldBürgermeistergarten: Innen hui, außen pfui