Lastenräder: Leihstation(en) beantragt

03. Mai 2021

Lastenräder: Leihstation(en) beantragt

„Eine oder mehrere Lastenrad-Leihstationen in Bogenhausen, beispielsweise am U-Bahnhof, Arabellapark, an den S-Bahnhöfen Englschalking, Daglfing oder Johanneskirchen, sobald ein Sharing-System verfügbar ist“ – das haben die beiden ÖDP-Vertreter im Kommunalparlament beantragt und „bitten die Stadt um Berücksichtigung“. Die Initiative – identisch im Bezirksausschuss Feldmoching / Hasenbergl gestellt – wurde einhellig verabschiedet.

In der Begründung wird angeführt:

„Es wird aktuell diskutiert, ob und wie ein Sharing-Dienst für Lastenräder in München aussehen kann. Die Stadtteilvertretung meldet mit diesem Antrag den Bedarf von Leihlastenrädern in Bogenhausen an. Besonders in den äußeren Stadtteilen (Zamdorf, Daglfing, Johanneskirchen, Oberföhring) gibt es noch keine Möglichkeit Lastenräder auszuleihen, was das Transportieren von größeren Gegenständen ohne Auto sehr erschwert. Das steht einer nachhaltigen, klimafreundlichen Lebensweise sehr im Weg.“

 

Sharing – einmal mehr ein Anglizismus, rein Begriff, der hierzulande seit einiger Zeit grassiert – man denke nur an „Car-Sharing“, „Bike-Sharing“ oder „Scooter-Sharing“ – und teils sogar zu einer Lebenseinstellung geworden ist. Einfacher wäre doch eine Verbindung mit „teilen“.

Lastenräder – Bildbeispiel Ismaninger Straße – sind auch in Bogenhausen „in“. Da die Gefährte teuer sind, soll nach einem Beschluss der Lokalpolitiker eine mindestens eine Leihstation im Stadtbezirk eingerichtet werden. Foto: hgb

Man sieht die Lastenräder nun immer häufiger in München, sind sie doch nach Ansicht vieler eine umweltfreundliche Alternative für Kurzfahrten und -transporte. Die Fahrerinnen und Fahrer kurven, manche rasen leider, mit ihren SUVs auf zwei Rädern ihre Einkäufe nach Hause, den Nachwuchs in den Kindergarten oder auch mal den Hund in eine Grünanlage zum Gassi gehen! Die breiten, robust wirkenden, hippigen Gefährte sind aber auch der Schrecken manch eines Fußgängers, vor allem wenn sie von hinten – teilweise sogar auf dem Gehweg – daherpreschen.

Weil ein Lastenfahrrad – Preise ab 1500 Euro, ein Modell „Elektro mit Rollenbremse vorn und Scheibenbremse hinten“ kostet fast 6000 Euro – in der Anschaffung eben fast so teuer wie ein Kleinwagen ist, viele sich die Anschaffung trotz städtischer Förderung bis maximal 1000 Euro (vor dem Kauf!) nicht leisten können, sollen Bürger sie (künftig) auch an zentralen Stellen ausleihen können.

 

Fabian EwaldLastenräder: Leihstation(en) beantragt