Das ist ein spannender Fall“, kommentierte Robert Brannekämper Landtagsabgeordneter und Chef des Planungsgremiums im Bezirksausschuss, den Vorbescheid zum Bauantrag Hofererweg 3 bezüglich des Bebauungsplans. Der Hofererweg ist eine Sackgasse abzweigend von der Vollmannstraße. Spannend – denn: es stellt sich die Frage, wie die Vorgaben, die der Bebauungsplan aus dem Jahr 1972 macht, zur Planung passt. Vor mehr als 50 Jahren war das Grundstück zudem anders geteilt.

Im Haus Nr. 3 wohnten einst Josef Schörghuber (t 1975), Gründer der „Schörghuber-Gruppe“, und sein Sohn Stefan (t 2008). Beschluss des Kommunalparlaments: Vertreter der Bauherrin Bayerische Hausbau – bis vor kurzem befand sich derenFirmensitz an der Denninger Straße, jetzt in Pullach (Landkreis München) – werden in das Gremium eingeladen, um das Projekt näher zu erklären – unter anderem zu potenziellenVerschattungen und Anschluss an Nachbarbebauungen.

Beschreibung des Vorhabens: „Derzeit befinden sich auf dem Grundstück zwei Bestandsgebäude. Die bestehenden Gebäude auf dem Grundstück sollen abgerissen werden und durch einen Wohnungsbau (Mietwohnungen) ersetzt werden. Das Gebäude soll in Holz- bzw. Holzhybridbauweise errichtet werden. Der Grad der Modularisierung ist im Planungsprozess zu definieren. Die Pkw-Stellplätze werden mit der Errichtung einer Tiefgarage sichergestellt – mit Mobilitätskonzept.“

Und die Zahl der Mietwohnungen? „20 sind vorgesehen“, so Brannekämper. Ein Nachbar kritisiert: „Der Neubau würde Gärten der Anlieger verschatten.“

Ansicht Nord und Ost des geplanten Wohntrakts am Hofererweg.    Plan: BA-Vorlage / Foto: hgb

Die Villa am Hofererweg 3 soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.    Foto: hgb