Beim Ausfahren aus der Oderstraße ist die Sicht auf den Verkehr in der Weltenburger Straße stark eingeschränkt. Insbesondere durch parkende Fahrzeuge ist es schwierig, den Querverkehr rechtzeitig zu erkennen. Dies führt regelmäßig zu gefährlichen Situationen für Autofahrer, aber auch für Radfahrer. Man muss teilweise fast vollständig auf die Weltenburger Straße einfahren, um überhaupt Fahrzeuge von links und von rechts erkennen zu können.“

Das hat ein Anwohner, der seit Jahren in der Parkstadt Bogenhausen wohnt, dem Bezirksausschuss geschrieben und bittet um Prüfung geeigneter Maßnahmen. Dabei erklärt er: „Aus meiner Sicht könnte die Anbringung eines Spiegels oder alternativ eine andere geeignete Maßnahme zur Verbesserung der Sichtverhältnisse die Verkehrssicherheit an dieser Stelle deutlich erhöhen.“

Die Lokalpolitiker leiteten das Ansinnen per einstimmigem Beschuss an das Mobilitätsreferat zwecks Prüfung weiter.                                          

Ausfahrt Oderstraße: Wegen des Lastwagens null Einblick in die Weltenburger Straße.  Fotos: hgb

Ob Oder-, Havel-, Gleim- oder Klosestraße – seit Jahren fordern „Parkstädter“ die Ausfahrten in die Weltenburger Straße zu verbessern. Zuletzt wurde im Juni 2025 in einer Initiative vorgeschlagen, links und rechts der Ausfahrten die Zahl der Parkplätze zu reduzieren, um einen besseren Einblick zu ermöglichen. Zu den gewünschten Verbesserungsmaßnahmen hatte das Mobilitätsreferat (MOR; Auszüge; bearbeitet) im vergangenen Sommer erklärt:

„Verkehrsspiegel wurden vom Baureferat abgelehnt. „Der Kreuzungsbereich bietet ausreichende Möglichkeiten, das in die Weltenburger Straße einfahrende Fahrzeug auf Höhe der Längsparker so zu positionieren, dass gute Sichtverhältnisse gegeben sind. Es ergeben sich für den Bereich der Einmündungen immer wieder großzügige Unterbrechungen im Verkehrsfluss auf der Weltenburger Straße, die ein gefahrloses Einfahren möglich machen.“

Und weiter: „Die örtlichen Gegebenheiten bieten keinerlei technische Möglichkeit, einen Verkehrsspiegel so anzubringen, dass der fließende Verkehr darin abgebildet werden kann. Verkehrsspiegel können wie Verkehrsschilder nur außerhalb des lichten Verkehrsraums angebracht werden.“

Bezüglich Pkw-Parken wird, so das MOR damals, das gesetzliche Haltverbot von acht Metern bzw. ein längeres Haltverbot im Haltestellen- und Ampelbereich geprüft und umgesetzt.

Ausfahrt Oderstraße: Der nördlich der Einmündung vorhandene, markierte, etwa 19 Meter lange seitliche Parkstreifen wird mit dem Schild >Pkw-Parken< versehen. Am südlich der Einmündung im markierten, etwa 13 Meter langen Seitenparkstreifen wird das Schild >Pkw-Parken< angebracht.

Ausfahrt Havelstraße: An der nördlichen Einmündung muss das gesetzliche Halteverbot auf acht Meter verlängert werden, die markierten seitlichen Parkstreifen werden verkürzt. Der dann verbleibende knapp 15 Meter markierte Streifen wird mit dem Schild >Pkw-Parken< versehen.

Ausfahrt Gleimstraße: Keine Veranlassung für weitere Maßnahmen, da die Sicht ausreichend ist.

Ausfahrt Klosestraße: Die Sicht ist laut Mobilitätsreferat „ausreichend“ – unglaublich!

Ausfahrt Klosestraße: An der südlichen Einmündung fehlt am Beginn das Zeichen >Eingeschränktes Halteverbot<. Die Installation wurde beauftragt. Ansonsten besteht keine Veranlassung für weitere Maßnahmen, da die Sicht ausreichend ist.