Termin vormerken! Am Samstag, 27. Juni, ab 19 Uhr, eine Woche nach der Sommersonnenwende mit der kürzesten Nacht und dem längsten Tag des Jahres, findet wieder das beliebte und spektakuläre Sonnwendfeuer-Fest auf dem Wiesheu-Hof (Am Schwarzfeld 16, 81927 München / Johanneskirchen) statt, bei dem traditionell Holzstapel entzündet werden.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen von Robert Brannekämper, CSU-Landtagsabgeordneter, und den beiden Ortsverbänden Denning / Daglfing (vertreten durch Stadtrat Jens Luther) und Oberföhring / Johanneskirchen, sowie von „MeiBaam Johanneskirchen“. Ehrengast in diesem Jahr ist Justizminister Georg Eisenreich.

Was hat es sich mit dem Brauchtumsfest auf sich? Ob als Sonnwendfeuer oder Johannisfeuer – , abgeleitet vom Geburtstag von Johannes dem Täufer – bezeichnet: Das Feuer soll dem Volksglauben nach böse Geister und Dämonen vertreiben und vor Hagelschäden schützen.

Sonnwendfeuer haben ihren Ursprung schon in vorchristlicher Zeit. Ein Sprung über das Feuer sollte überdies baldige Heirat und Schutz vor Hexen und Geistern versprechen. Man glaubte auch, dass es Mensch und Tier vor Krankheit schützt und Lebenskraft spendet. Darum verstreuten die Bauern angeblich die Asche über die Felder, was zu mehr Fruchtbarkeit anregen sollte.

Aus astronomischem Blockwickel bedeutet die Sommerwende: Die Sonne „rutscht maximal nach oben“, an ihre nördlichste Stelle. Am Firmament ist das ein relativ fixer Punkt im Sternbild Stier, der sogenannte Sommerpunkt, den die Sonne am Sonntag, 21. Juni 2026 genau um 10.24 Uhr durchschreitet.

Sonnwendfeuer beim Wiesheu-Hof: Der Holzstapel – angezündet und abgesichert von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Oberföhring – brennt lichterloh.    Foto: hgb