Krähenplage in Bogenhausen: Vormals bevölkerten die schwarzen Vögel den Denninger Anger, belästigten Spaziergänger und Jogger durch ihr dauerhaftes Krächzen und hinterließen massenhaft Kot. Seit etwa zwei Jahren haben die Vögel ihr Domizil verlegt – nach Johanneskirchen, in die Umgebung des Bichlhofwegs und der Preziosastraße.

► Bei der Bürgerversammlung beklagte ein junger Mann den unzumutbaren Zustand, forderte von der Stadt Vergrämungsmaßnahmen. Die Einwohner stimmten dem Antrag mit großer Mehrheit zu. „Ich komme mir vor wie im Horror-Thriller >Die Vögel<. Hunderte Krähen kreisen – vor allem mit Beginn des Frühjahrs – immer wieder ein bis zwei Stunden über den Häusern, verursachen einen unvorstellbaren Lärm. Sie laufen auf geparkten Autos, sitzen auf Bänken und ka… alles zu,“ so der Anwohner.

Googlet man das Stichwort „Krähenplage“ wird erläutert: Die Vögel ziehen dorthin, wo sie reichlich Nahrung und geschützte Brutplätze finden. Lärmbelästigungen von den frühen Morgenstunden bis in den Abend hinein, massenhaft Kot auf Autos, Gehwegen, Fassaden, Spielplätzen und Gartenmöbeln, Gesundheitsrisiken durch Keime und Krankheitserreger in den Hinterlassenschaften und auch Schäden in der Landwirtschaft, weil die Tiere Saatgut aufpicken – das sind die Hauptprobleme.

Gleichwohl stehen Saatkrähen in Deutschland unter Artenschutz, es ist verboten, die Tiere einfach zu töten, zu jagen oder Nester während der Brutzeit zu zerstören. Mögliche Gegenmaßnahmen: Geräte, die Rufe von Feinden oder Warnrufe simulieren, Greifvogel-Attrappen oder Flatterbänder und der Einsatz von Falknern.                                         *

► Sportplatz der Ruth-Drexel-Schule: Die Öffnung außerhalb der Schulzeiten forderte eine Anwohnerin. Zwar gibt es einen Bolzplatz, „der reicht aber für die vielen Kindern und Jugendlichen nicht aus. Es ist einfach schade, wenn die Anlage nachmittags und an Wochenenden gesperrt ist.“ Lediglich drei der mehr als 500 Besucher stimmten dagegen.

► Wertstoffinsel an der Mühlbaurstraße: Permanente Lärmbelästigungen, auch bei der Entleerung der Boxen, sowie Dreck beklagte ein Mann und forderte die Verlegung der Container. Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt.

► Wertstoffinsel an der Elektrastraße: Ein Hotspot für wilde Müllablagerung direkt vor dem Ort, wo die Bürgerversammlung stattgefunden hat. Wie das verhindert werden? Es heißt warten auf die Antwort zu dieser Anfrage.

► Abgabe Bauschutt im Wertstoffhof: Die Stadt soll anordnen, dass kleine Mengen kostenfrei abgegeben werden dürfen. Dem Anliegen wurde zugestimmt.

Krähenplage in der Umgebung des Bichlhofwegs und der Preziosastraße: Ein Anwohner fordert von der Stadt Vergrämungsmaßnahmen.   Symbolfoto: hgb
 
Wilde Müllablagerung an der Elektrastraße, direkt am Ort, wo die Bürgerversammlung stattgefunden hat. Wie kann man das verhindern?  – so eine Anfrage.   Foto: hgb