Rosenkavalierplatz: Einbahnstraße statt Nadelöhr

18.11.2014

Zur Verkehrssicherheit am Rosenkavalierplatz beantragte Bauer im BA einen Straßenabschnitt als Einbahnstraße. Das KVR prüft den Antrag nun

Am Rosenkavalierplatz einen Abschnitt als Einbahnstraße ausweisen, genauer: den Abschnitt zwischen Elektra- und Arabellastraße in Richtung Hotel Westin: Diesem Antrag ans Kreisverwaltungsreferat (KVR) von CSU-Lokalpolitikerin Carola Bauer stimmten die Mitglieder des

Carola_Bauer

BA-Mitglied Carola Bauer (CSU)

Bezirksausschusses (BA) einstimmig zu. Dieser Antrag aus der November-Sitzung des BA sieht zudem die Freigabe für den Fahrradverkehr in beide Fahrtrichtungen sowie die Schaffung von zusätzlichen Schräg-Parkplätzen vor. Die Initiative von Bauer hatte zuvor der Unterausschuss Verkehr bereits einhellig befürwortet.

Der Hintergrund der Idee: Im Laufe der Jahre hat der Verkehr auf der knapp 500 Meter langen Strecke extrem zugenommen, da immer mehr Büros, Ladengeschäfte und Lokale hinzugekommen sind. So entstehen bisweilen chaotischen Zustände: Die Durchfahrt ist vielfach verstopft, wendende Autos blockieren den Verkehrsfluss, Lieferfahrzeuge behindern sich gegenseitig und deren Fahrer müssen ebenso wie die Lenker der Reisebusse oft zentimetergenau rangieren. Letztere haben zudem immer wieder immense Probleme, an der Elektrastraße ums Eck zur Englschalkinger Straße zu steuern, ohne das Schild an der Verkehrsinsel oder seitlich parkende Personenwagen zu touchieren. Um Derartiges zu vermeiden, müssen die Busfahrer oft einige Meter auf den Rad-, teils auch auf den Gehweg „ausweichen“.

Die Bürgervertreterin kann die Situation bestens beurteilen. Bauer ist nämlich seit 24 Jahren im Umwelt- und Verbraucherministerium am Rosenkavalierplatz 2 tätig: „Am Rosenkavalierplatz ist die ganze Woche über ein immenses Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Durch die zahlreichen Geschäfte und Arztpraxen – darunter ein Dialysezentrum und die Arabellaklinik – sowie die Stadtbibliothek, zwei große Hotels, den Wochenmarkt und das Ministerium verkehren den ganzen Tag über extrem viele Fahrzeuge auf der Verbindungsstrecke. Durch ständig ein- und ausparkende Autos rechts und linksseitig – die Parkdauer ist auf eine Stunde begrenzt –, Lieferverkehr und die Reisebusse des Hotels ist der Rosenkavalierplatz wie ein Nadelöhr gestaltet.“

Weiter führt die Kommunalpolitikerin an: „Der vorhandene Fußgängerüberweg stellt durch eine Insel in der Mitte des Zebrastreifens einen zusätzlichen Engpass dar, da hier – in erster Linie um die Mittagszeit und an den Markttagen am Donnerstag – der Verkehr des Öfteren zum Stillstand kommt.“

Wegen all den Geschehnissen registriert Bauer immer wieder „aggressives Verhalten der Verkehrsteilnehmer, Streitigkeiten und lautstarke Hupkonzerte.“ Fürwahr: Wer sich nur wenige Minuten vor Ort aufhält, kann dies bestätigen. Indes ist ein Zebrastreifen unabdingbar, denn das sichere Queren des zweigeteilten Rosenkavalierplatzes muss auch bei einer Einbahnstraßen­regelung gewährleistet sein. Fließt der Verkehr nur mehr in eine Richtung, ist der Faktor Sicherheit für Fußgänger auf jeden Fall höher.

Ehe Bauer ihre Initiative startete, hatte sie rundum Gespräche mit Geschäftsführern und Ladenchefs geführt und sie nach ihrer Meinung befragt. „Sie alle fanden die Idee sehr gut. Auch Beamte der Polizeiinspektion 22 Bogenhausen haben alles geprüft und anschließend den Antrag sehr begrüßt“, erklärte Bauer.

Alexander MihatschRosenkavalierplatz: Einbahnstraße statt Nadelöhr