Reitanlage: Wracks weg – Reinigung öfters

Reitanlage: Wracks weg – Reinigung öfters

Müll und Autowracks im Umfeld der Olympia-Reitanlage / Galaopprennbahn, vor allem in der Landshamer – und Frobenstraße, mangelnde Beleuchtung und fehlende Abfalleimer und Radwe­ge – das haben Anfang September die CSU-Stadtratsmitglieder Ulrike Grimm, Sebastian Schall und Fabian Ewald moniert und daher einen Antrag im Rathaus gestellt. Jetzt reagierte Kreisver­waltungsreferent Thomas Böhle. Fazit: Fahrzeuge wurden bereits und weitere sollen noch entfernt werden, das Umfeld wird einer „Grundreinigung“ unterzogen, der Reinigungsturnus erhöht.

Die Begründung zur Initiative: „Der gesamte Umgriff der Anlage ist extrem verschmutzt. Aus Berichten von Gästen, von Anwohnern und Mitarbeitenden wird bestätigt, dass sehr viele Lkw-Fah­rer den Bereich nutzen, um zu übernachten. In Folge bleibt dann eine große Menge Restmüll auf der Straße und der angrenzenden Hecke liegen, da es keine Mülleimer gibt. Neben dem Restmüll berichten die Anwohner auch, dass der Bereich regelmäßig als Toilette genutzt werde. Des Weite­ren werden beidseitig Fahrzeuge und Auflieger abgestellt, die keine Zulassung haben und dort über längere Zeit, teils ohne Räder, stehen.

Zudem soll geprüft werden, wie die Landshamer Straße besser beleuchtet und sicherer gestal­tet werden kann. Denn: Auf dem Fußweg von der S-Bahnhaltestelle Riem in der Dämmerung be­richten Anwohnerinnen vom Gefühl der Unsicherheit. Sowohl die Schüler der Berufsschule als auch die Auszubildenden , die auf der Olympia-Reitanlage wohnen, möchten nach Einbruch der Dunkel­heit dort nicht allein zur S-Bahn laufen.


Lastwagen, Aufleger (re., ohne Kennzeichen), Sattelschlepper, Sprinter, Anhänger, verdreckte Wohnwagen (li.), Wohnmobile aus ganz Europa säumen die Ränder der Landshamer – und Frobenstraße. Plus Müll am Straßengrün und in Büschen. Erste Fahrzeuge wurden entfernt, der Reinigungsturnus wird erhöht auf drei Mal die Woche.     Fotos: hgb

Böhle in seiner Antwort (Auszüge):

„Im Stadtgebiet obliegt es der Polizei sowie der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) auf unerlaubt abgestellte Kraftfahrzeuge / Anhänger zu achten. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat die beanstandeten Fahrzeuge an die Polizeiinspektion 25 gemel­det. Bei einer Kontrolle am 13. September wurden noch vier Fahrzeuge festgestellt. Ein Fahrzeug ohne Kennzeichen wurde abtransportiert. Ein ebenfalls ohne Kennzeichen abgestellter Lastwagen-Aufleger wurde nach Ablauf der dem Eigentümer gesetzten Frist zur Entfernung entfernt.“

Bei den zwei weiteren Fahrzeugen mit gestempelten Kennzeichen läuft derzeit die Halterabfrage beim Kraftfahrtbundesamt. Nach Ermittlung der Daten wird der Halter schriftlich mit einer Frist von circa zwei Wochen zur Entfernung der Fahrzeuge aufgefordert. Falls dies nicht geschehen sollte, werden diese Fahrzeuge ebenfalls abgeschleppt. Für die Abschleppkosten / Entfernung / Lagerung Entfernung wird der Halter herangezogen.

Laut Baureferat wurden wegen der Verschmutzungen in der Landshamer – und Frobenstraße in der Vergangenheit bereits mehrfach Termine mit dem Bezirksausschuss Trudering-Riem und den Anliegern Olympia Reitanlage sowie Deutsche Bahn durchgeführt. Gemäß der Straßenreinigungs­satzung sind in diesem Bereich die jeweiligen Anlieger für die Reinigung der an ihr Grundstück an­grenzenden öffentlichen Verkehrsflächen verantwortlich.

Soweit die Stadt selbst Anlieger ist, hat das Baureferat die zwei Mal wöchentlich erfolgende Rei­nigung an eine Fachfirma vergeben. Das Referat nimmt den Antrag zum Anlass, in der Landsha­mer – und in der Frobenstraße eine Grundreinigung durchzuführen und den Reinigungstur­nus für die städtischen Vertragsflächen auf drei Mal pro Woche zu erhöhen. Eine Aufstellung von Behältern für den Müll der Lkw-Fahrer würde erfahrungsgemäß die Situation noch weiter verschär­fen, da die Bereiche um die Behälter vermehrt als Ablageplatz für Abfall und auch Sperrmüll genutzt werden würden.

Fabian EwaldReitanlage: Wracks weg – Reinigung öfters