Skateanlage: Möglich – aber kein Geld da

21. September

Skateanlage: Möglich – aber kein Geld da

Sportverein und Tennisplätze (TS Jahn, Rothof), Fußballrasenfeld, Bolzplatz, Basketballständer, Fitness-Parcours, Tischtennisplatten – all das ist rund um den Denninger Anger vorhanden. Aber keine Skateanlage. Deshalb hatte die CSU-Fraktion im Bezirksausschuss bei der Stadt beantragt, dort eine Anlage – eine zweite in Bogenhausen –  für die jugendlichen Board-Freaks zu bauen. Die Antwort des Baureferats: Im Prinzip möglich, doch es ist kein Geld dafür vorhanden.

„Unter Berücksichtigung der Mindestabstände zur Wohnbebauung kommt im Stadtbezirk für eine kleine Skateanlage nur die Grünanlage am Denninger Anger West zwischen Weltenburger – und Richard-Strauss-Straße in Frage. Die genaue Lage und Ausführung in Hinblick auf die bestehenden Nutzungen, naturschutzfachlichen Belange sowie Lärmuntersuchungen wären in einem nächsten Schritt zu prüfen. Allerdings stehen auf Grund der derzeitigen Haushaltslage die finanziellen Mittel für Planung und Bau nicht zur Verfügung,“ so die Behörde.

Einen asphaltierten Bolzplatz und eine Basketballkorb-Anlage gibt es unter anderen im Denninger Anger. Auf Wunsch der Lokalpolitiker soll auch eine Skateanlage gebaut werden, doch die Stadt hat dafür kein Geld. Fotos: hgb

Und:

„Hinsichtlich potenziell geeigneter Flächen zum Skaten wurden alle großen, bestehenden so­wie aktuell in Planung und Bau befindlichen öffentlichen Grünanlagen in Bogenhausen untersucht. Die Flächen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für den Nordosten wurden nicht mit einbezogen, da das Baureferat den laufenden Planungen nicht vorgreifen möchte.“

 

Grundsätzlich wurde ausgeführt: „Für lärmintensive Skateanlagen regelt das Bundes-Immissions­schutzgesetz die zulässigen Lärmwerte, die maximal auf Wohngebiete einwirken dürfen. Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt gibt es Anhaltswerte für Mindestabstände: Für eine kleine Skateanlage zu reinen Wohngebieten sind es 130 Meter, zu allgemeinen Wohngebieten 80 Meter und zu Mischgebieten 60 Meter.“

Gemäß Erfahrungen, so ist dem Schreiben weiter zu entnehmen, „ist die Zielgruppe sehr mobil und sucht auch Skateanlagen in anderen Stadtteilen auf. So steht neben der Anlage im Zamilapark bei­spielsweise auch direkt angrenzend in Berg am Laim der Parcours an der Xaver-Weismoor-Straße zur Verfügung.“

 

Fabian EwaldSkateanlage: Möglich – aber kein Geld da